Bauhauptgewerbe: Erwartungen trüben sich ein

Im Bauhauptgewerbe sank der Klimaindikator im Oktober tiefer ins Minus, lag aber noch über seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Erneut wurde die aktuelle Lage deutlich seltener ungünstig eingeschätzt. Auftragsrückgänge meldeten die Baufirmen gegenüber September etwas häufiger. Die Reichweite der Auftragsbestände sank leicht auf 3,4 Monate (3,5 zuletzt; 3,1 im Oktober 2024). Die Auslastung der Maschinenkapazität nahm von 73,0% auf 74,3% zu (74,4% im Oktober 2024).

Anders als zuletzt rechneten die Befragten nun wieder mit Geschäftsrückgängen in den kommenden sechs Monaten. Auch die Erwartungen an die Bautätigkeit fielen per saldo pessimistisch aus, dies jedoch (saisonbereinigt) seltener als im Vormonat. Ähnlich wie im September waren stellenweise Baupreiserhöhungen geplant. Die weiterhin expansiven Personalplanungen wurden ein Stück nach unten korrigiert.

Gegenüber September wurden seltener Einschränkungen der Bautätigkeit gemeldet (54,9% aktuell; 57,2% zuletzt). Zwar meldete noch gut jedes dritte Unternehmen fehlende Aufträge, doch ist dies der niedrigste Wert beim Auftragsmangel seit zwei Jahren (35,7% aktuell; 37,6% zuletzt). Auch Auftragsstornierungen wurden mit 6,4% seltener gemeldet als im Vormonat (9,8%). Gleichzeitig nahmen die Angaben zu Finanzierungsschwierigkeiten erneut ab (6,2% aktuell; 11,1% zuletzt). Probleme durch Fachkräftemangel beschäftigten die Befragten hingegen wieder häufiger, diese Quote stieg von 26,9% auf 31,6%. Die in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefassten Einschränkungen betrafen aktuell noch 8,9% der Teilnehmenden (10,5% zuletzt). Jahreszeitlich bedingt nahmen die Meldungen zu negativen Witterungseinflüssen deutlich zu, von 2,9% auf 10,8%. Materialmangel wurde ebenso wie in den vorhergehenden Monaten nicht gemeldet.