Bauhauptgewerbe: Erwartungen geben weiter nach

Im Bauhauptgewerbe verzeichnete der Klimaindikator im November einen weiteren Rückgang. Während der Lageindikator eine deutliche Aufwärtsbewegung zeigte, fielen die Erwartungen erneut merklich pessimistischer aus. Die rückläufigen Auftragsbestände blieben ein Problem. Dabei nahm die Reichweite der Auftragsbücher (saisonbereinigt) auf 3,6 Monate zu (3,4 zuletzt; 3,2 im November 2024). Die Auslastung der Maschinenkapazität sank leicht von 74,4% auf 74,1% (72,9% im November 2024). Ähnlich wie zuletzt rechneten die Firmen in der nächsten Zeit stellenweise mit einem Rückgang der Bautätigkeit. Die expansiven Personalplanungen wurden etwas nach oben korrigiert. Gegenüber Oktober fielen die Baupreiserwartungen zurückhaltender aus, per saldo waren aktuell weder Erhöhungen noch Preissenkungen vorgesehen.

Im Vergleich zu den vorhergehenden Monaten meldeten die Unternehmen im November häufiger Einschränkungen ihrer Bautätigkeit (60,6% aktuell; 54,9% zuletzt). Jahreszeitlich bedingt nannten mehr Befragte negative Witterungseinflüsse als Ursache für Beeinträchtigungen (11,4% aktuell; 10,8% zuletzt). Nachdem zuletzt ein Rückgang der Meldungen über Auftragsmangel zu verzeichnen war, berichteten nun wieder mehr Befragte über eine schwache Auftragslage (42,8% aktuell; 35,7% zuletzt). Auch die Angaben zu Auftragsstornierungen nahmen zu, der Anteil der betroffenen Baufirmen stieg von 6,4% auf 10,5%. Gleichzeitig traten etwas öfter Finanzierungsschwierigkeiten auf (8,2% aktuell; 6,2% zuletzt). Durch Fachkräftemangel verursachte Probleme bei der Besetzung offener Stellen wurden gegenüber Oktober (31,6%) etwas seltener gemeldet (30,5% aktuell). Undefinierte, in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefasste Einschränkungen betrafen aktuell 14,2% der Teilnehmenden (8,9% zuletzt). Materialmangel wurde wie in den vorhergehenden Monaten nicht gemeldet.