Verarbeitendes Gewerbe: Exportaussichten klaren auf

Nach dem Rückgang im Vormonat erreichte der Klimaindikator im Verarbeitenden Gewerbe wieder das vorherige Niveau, blieb jedoch tief im Minus. Diese Verbesserung lag vor allem an den deutlich weniger pessimistischen Geschäftserwartungen. Beim Exportgeschäft rechneten die Firmen erstmals seit März per saldo wieder mit Zuwächsen. Die Preiserwartungen zogen spürbar an. Stellenweise planten die Unternehmen nun eine Ausweitung ihrer Produktionstätigkeit. Ihre restriktiven Personalplanungen korrigierten sie allerdings nicht nach oben. Mit Blick auf ihre laufenden Geschäfte nahm die zuletzt stark angestiegene Unzufriedenheit im Juli etwas ab. Anders als in den beiden zurückliegenden Monaten wurde nun ein Nachfragezuwachs gemeldet. Wesentlich seltener als im Juni war von rückläufigen Auftragsbeständen die Rede. Dabei blieb die Reichweite der Aufträge in Produktionsmonaten relativ unverändert, zu Beginn des dritten Quartals betrug sie 3,5 Monate (3,4 im Q2, 3,7 im Q3 2024). Dabei sank die Kapazitätsauslastung leicht von 74,4% auf 73,9% (77,1% im Q3 2024). Vor dem Hintergrund der kaum noch gedrosselten Vormonatsproduktion stiegen die Lagerbestände an Fertigwaren kräftig an.

Gummi- und Kunststoffwaren: Exportaussichten trüben sich ein

Waren die Geschäftserwartungen der Unternehmen im Juni noch per saldo positiv, so rutschte der Saldenwert im Juli wieder ins Minus. Ähnliches war bei den Exportaussichten zu beobachten. Vor diesem Hintergrund wurden die Produktionspläne wieder deutlich nach unten korrigiert. Angesichts der gemeldeten Nachfragerückgänge nahm die Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage wieder zu. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich auf 71,5% (61,1 zuletzt), die Reichweite der Aufträge in Produktionsmonaten stieg um 0,8 Monate auf 3,8.

Elektrische Ausrüstungen: Lage stabilisiert sich etwas

Im Juli kletterte der Klimaindikator abermals ein Stück nach oben, blieb jedoch im negativen Bereich. Grund hierfür war die erneut nachlassende Unzufriedenheit der Firmen mit ihren laufenden Geschäften. Die Nachfrage zog spürbar an. Mit Blick auf das nächste halbe Jahr ließ die Zuversicht allerdings nach. Dies, obwohl beim Exportgeschäft – anders als zuletzt – mit Zuwächsen gerechnet wurde. Produktions- wie auch Personalpläne wurden nach oben korrigiert. Der Saldenwert der Beschäftigungserwartungen liegt jedoch noch tief im Minus. Die Auftragsreichweite ging auf 2,6 Produktionsmonate zurück (2,9 zuletzt), die Auslastung der Anlagen sank von 73,3% auf 72,6%.

Maschinenbau: Lage auf Langzeittief

Die Unternehmen stuften ihre Geschäftslage im Juli häufiger negativ ein, dabei sank der Lageindikator auf ein Langzeittief. Zuletzt war er im September 2020 auf einem ähnlich niedrigen Niveau. Anders als im Vormonat meldeten die Befragten nun wieder eine rückläufige Nachfrage. Trotz der seit Monaten gedrosselten Produktion blieb der Lagerdruck bestehen. Die Kapazitätsauslastung sank von 76,6% auf 74,7%, die Reichweite der Aufträge nahm (saisonbereinigt) leicht von 3,9 auf 4,1 Produktionsmonate zu. Die Geschäftserwartungen der Firmen verbesserten sich zum dritten Mal in Folge, waren aber noch stellenweise zurückhaltend. Punktuell fielen die Exportaussichten noch pessimistisch aus. Da die Aufwärtsbewegung des Erwartungsindikators überwog, legte der Klimaindikator etwas zu. Er notierte allerdings noch tief im Minus.