Verarbeitendes Gewerbe: Kapazitätsauslastung steigt

Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Klimaindikator im Oktober deutlich zulegen, notierte allerdings noch knapp 20 Punkte unter seinem historischen Mittelwert. Die Unzufriedenheit der Unternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage ging stark zurück. Im Kontrast zum September meldeten sie nun ein Anziehen der Nachfrage. Nur noch mancherorts schrumpften die Auftragsbestände. Dabei stieg die Reichweite der Aufträge in Produktionsmonaten leicht an, zu Beginn des vierten Quartals betrug sie 3,6 Monate (3,5 im Q3; 3,4 im Q4 2024). Vor diesem Hintergrund sank der Saldo der Lagerbestände an Fertigwaren auf das Niveau seines Langzeitdurchschnitts. Die Exportaussichten der Firmen klarten bedeutend auf und auch ihre Geschäftserwartungen an das nächste halbe Jahr fielen – anders als in den zurückliegenden Monaten – kaum noch pessimistisch aus. Die bereits im Vormonat stellenweise sichtbare Ausweitung der Produktionstätigkeit sollte auch in der nächsten Zeit fortgesetzt werden. Die Kapazitätsauslastung nahm von 74,0% auf 79,7% zu (74,2% im Q4 2024). Personalabbau stand nun spürbar seltener auf der Agenda als zuletzt. Preiserhöhungen waren nun weniger häufig geplant.

Gummi- und Kunststoffwaren: Geschäfte laufen schlechter

Nach der Verbesserung vom Vormonat gab der Klimaindikator im Oktober wieder ein Stück nach. Grund dafür war die wesentlich schlechtere Einstufung der aktuellen Lage. Die Erwartungen waren hingegen erneut weniger skeptisch als zuletzt. Vom Exportgeschäft erwarteten die Unternehmen etwas seltener positive Impulse als im September. Die bereits restriktiven Produktions- und Personalplanungen korrigierten die Befragten deutlich nach unten. Die Reichweite des Auftragsbestands betrug zu Beginn des vierten Quartals 3,5 Monate (3,8 im Q3). Die Auslastung der Produktionsanlagen ging auf 66,3% zurück (71,4% im Q3).

Metallerzeugnisse: Nachfrage nimmt zu

Nach dem Absturz im September konnte der Klimaindikator nun wieder zulegen und kletterte im negativen Bereich ein Stück nach oben. Die Nachfrage zog an und die Unzufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage ließ deutlich nach. Dabei stieg die Auftragsreichweite auf 4,1 Produktionsmonate (3,8 im Q3). Anders als im Vormonat fielen die Erwartungen per saldo wieder optimistisch aus. Allerdings trübten sich die Exportaussichten etwas ein und die Produktionstätigkeit sollte stellenweise zurückgefahren werden. Die Kapazitätsauslastung sank im vierten Quartal leicht auf 76,1% (76,8% im Q3).

DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse: Klima legt zu

Im Kontrast zum September zeigten sich die Unternehmen nun wieder zufrieden mit ihren laufenden Geschäften. Auch schätzten sie ihre weitere Geschäftsentwicklung wesentlich optimistischer ein als in den zurückliegenden Monaten. In Folge klarte das Klima stark auf. Die Nachfrage nahm zu, gleichzeitig baute sich der Lagerdruck ab. Auch die Exporterwartungen fielen nun stellenweise zuversichtlich aus. Die Auftragsreichweite in Produktionsmonaten sank im vierten Quartal von 4,4 auf 3,4 Monate. Die Kapazitätsauslastung stieg im gleichen Zeitraum von 78,3% auf 82,0%.

Kraftwagen und Kraftwagenteile: Auftragsreichweite nimmt zu

Nach einem Rückgang im September hat sich der Geschäftsklimaindikator im Oktober wesentlich verbessert. Er bleibt zwar merklich im negativen Bereich, kletterte jedoch ein gutes Stück nach oben. Vor allem der Pessimismus bei den Geschäftserwartungen hat deutlich abgenommen. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen nicht ganz so negativ wie im Vormonat. Den Unternehmen zufolge ist die Nachfrage stark gestiegen. Die Reichweite der Auftragsbestände nahm spürbar zu (4,4 Monate aktuell; 4,0 im Q3). Auch die Kapazitätsauslastung stieg an (83,6% aktuell; 71,0% im Q3).