Bauhauptgewerbe: Fehlende Aufträge bleiben zentrales Problem
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima im Dezember leicht verbessert. Der Hauptindikator notierte zum Jahresende etwa fünf Punkte über seinem (negativen) langfristigen Mittelwert. Gegenüber November zeigten sich die Bauunternehmen mit Blick auf die kommenden Monate spürbar weniger skeptisch. Das Urteil zur aktuellen Lage korrigierten sie hingegen deutlich nach unten. Ähnlich häufig wie zuvor berichteten sie über rückläufige Auftragsbestände. Dabei blieb die Reichweite der Auftragsbücher konstant bei 3,6 Monaten (4,1 im Dezember 2024). Die Auslastung der Maschinenkapazität sank geringfügig von 74,5% auf 74,4% (73,7% im Dezember 2024). Etwas seltener als zuletzt rechneten die Firmen in der nächsten Zeit mit einem Rückgang der Bautätigkeit. Abermals planten sie häufiger, die Beschäftigung auszubauen. Die Baupreiserwartungen fielen weniger zurückhaltend aus als im Verlauf des bisherigen Kalenderjahres, stellenweise waren nun Baupreiserhöhungen geplant.
Zum Ende des Jahres wurde erneut öfter von Behinderungen der Bautätigkeit berichtet, der Anteil der betroffenen Unternehmen stieg von 60,6% auf 62,0%. Der Jahreszeit entsprechend waren zunehmend negative Witterungseinflüsse eine Ursache für Beeinträchtigungen (14,5% aktuell; 11,4% zuletzt). Abermals machte der Auftragsmangel den Firmen zu schaffen, diese Quote stieg von 42,8% auf 45,0%. Auch die Meldungen zu Auftragsstornierungen nahmen leicht zu (10,9% aktuell; 10,5% zuletzt). Parallel dazu kam es etwas öfter zu Finanzierungsproblemen (9,8% aktuell; 8,2% zuletzt). Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen aufgrund von Fachkräftemangel traten gegenüber den beiden Vormonaten etwas seltener auf (30,1% aktuell; 30,5% zuletzt). Undefinierte, in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefasste Einschränkungen betrafen aktuell 10,4% der Teilnehmenden (14,2% zuletzt). Materialmangel wurde wie in den neun vorhergehenden Monaten nicht gemeldet.