Bauhauptgewerbe: Kapazitätsauslastung auf Langzeittief
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima im Januar weiter eingetrübt. Noch notierte der Klimaindikator dabei leicht über seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Die Unzufriedenheit der Baufirmen mit ihrer aktuellen Geschäftssituation nahm erneut zu. Die Reichweite der Auftragsbestände stieg deutlich an auf 4,6 Monate (3,6 zuletzt; 3,7 im Januar 2025). Allerdings sank gleichzeitig die Auslastung der Maschinenkapazität von 73,9% auf 70,8% (73,8% im Januar 2025). Damit erreichte sie den niedrigsten Stand seit April 2013.
Zu Jahresbeginn fielen die allgemeinen Erwartungen wieder spürbar häufiger skeptisch aus. Mit einem Rückgang der Bautätigkeit rechneten die Firmen hingegen nur noch stellenweise. Weiterhin war Personalaufbau geplant. Die Baupreiserwartungen stiegen erneut leicht an.
Gegenüber Dezember kam es nun deutlich häufiger zu Einschränkungen der Bautätigkeit, der Anteil der betroffenen Unternehmen stieg von 62,0% auf 69,4%. Ein starker Anstieg war bei den Meldungen über negative Witterungseinflüsse zu beobachten, diese Quote hat sich mit einem Anstieg von 14,5% auf 38,6% mehr als verdoppelt. Auftragsmangel blieb mit einem Anteil von 46,7% (45,0% zuletzt) das meistgenannte Problem. Die Angaben zu Auftragsstornierungen blieben nahezu unverändert bei 10,6% (10,9% zuletzt). Zu Finanzierungsschwierigkeiten kam es gegenüber Dezember (9,8%) nun seltener (6,7%). Wie häufig im Winter hatten die Baufirmen seltener Probleme bei der Besetzung offener Stellen aufgrund von Fachkräftemangel (22,6% aktuell; 30,1% zuletzt). Undefinierte, in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefasste Einschränkungen betrafen aktuell 7,8% der Teilnehmenden (10,4% zuletzt). Materialmangel wurde wie in den zehn vorhergehenden Monaten nicht gemeldet.