Bauhauptgewerbe: Schlechtwetterzeit hält an
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima im Februar wieder verbessert. Die Baufirmen zeigten sich seltener unzufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Reichweite der Auftragsbestände stieg auf 4,5 Monate an (4,4 zuletzt; 3,5 im Februar 2025). Auch die Auslastung der Maschinenkapazität nahm auf 72,4% zu (70,8% zuletzt; 72,4% im Februar 2025).
Die Unternehmen korrigierten ihre Geschäftserwartungen nach oben. Noch liegt der entsprechende Saldenwert allerdings unter seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Gegenüber Januar gingen die Teilnehmenden (saisonbereinigt) etwas häufiger von einem Rückgang der Bautätigkeit in der nächsten Zeit aus. Die Baupreiserwartungen stiegen erneut an. Ähnlich wie im Vormonat war stellenweise Beschäftigungsaufbau geplant.
Im Februar gab es etwas häufiger Einschränkungen der Bautätigkeit, der Anteil der betroffenen Unternehmen stieg von 69,4% auf 69,9%. Abermals kam es öfter zu Problemen in Folge von negativen Witterungseinflüssen, die entsprechende Quote stieg von 38,6% auf 42,6%. Geringfügig seltener als zuletzt machte Auftragsmangel den Firmen zu schaffen, dieser Anteil sank von 46,7% auf 46,2%. Zu Auftragsstornierungen kam es aktuell (4,2%) deutlich seltener als noch im Januar (10,6%). Dagegen traten Finanzierungsschwierigkeiten nun öfter auf (Anstieg von 6,7% auf 10,0%). Verglichen mit dem Vormonat gab es aktuell wieder häufiger Probleme bei der Besetzung offener Stellen aufgrund von Fachkräftemangel (28,7% aktuell; 22,6% zuletzt). Anders als in den elf vorhergehenden Monaten wurde im Februar vereinzelt (0,4%) von Materialmangel berichtet. Undefinierte, in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefasste Einschränkungen betrafen aktuell 8,1% der Teilnehmenden (7,8% zuletzt).