Bauhauptgewerbe: Preiserwartungen ziehen deutlich an
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima im März erneut verbessert. Der Klimaindikator notierte noch klar im Minus, allerdings mehr als sechs Punkte über seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Nur noch stellenweise stuften die Baufirmen ihre aktuelle Lage negativ ein. Die Reichweite der Auftragsbestände sank auf 3,5 Monate (4,5 zuletzt; 3,7 im März 2025). Die Auslastung der Maschinenkapazität stieg hingegen auf 72,9% (72,4% zuletzt; 72,3% im März 2025).
Der Pessimismus der Unternehmen zu ihren Geschäftserwartungen hielt an, der zugehörige Indikator lag auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Februar. Im Vergleich zu den fünf vorhergehenden Monaten rechneten die Befragten (saisonbereinigt) etwas öfter mit einem Rückgang der Bautätigkeit in der nächsten Zeit. Die Baupreiserwartungen stiegen deutlich an. Der entsprechende Saldenwert lag nun mehr als 20 Punkte über seinem (negativen) historischen Mittelwert. Beschäftigungsaufbau planten die Firmen weiterhin, dies allerdings seltener als zuletzt.
Im März traten im Vergleich zum Vormonat deutlich seltener Einschränkungen der Bautätigkeit auf, der Anteil der betroffenen Unternehmen sank von 69,9% auf 59,5%. Dabei wurden von wesentlich weniger Firmen Probleme in Folge von negativen Witterungseinflüssen gemeldet als im Februar (Rückgang von 42,6% auf 18,2%). Weniger Unternehmen als in den vier Monaten zuvor sahen sich aktuell durch Auftragsmangel beeinträchtigt: Der Anteil ging von 46,2% auf 40,5% zurück. Hingegen kam es etwas häufiger als zuletzt zu Auftragsstornierungen (5,9% aktuell; 4,2% zuletzt). Finanzierungsschwierigkeiten traten im März (9,4%) ähnlich oft wie im Februar (10,0%) auf. Gegenüber dem Vormonat wurde die Besetzung offener Stellen erneut häufiger durch Fachkräftemangel erschwert (Anstieg von 28,7% auf 31,2%). Ähnlich wie im Februar wurde abermals vereinzelt (0,7% aktuell; 0,4% zuletzt) von Materialmangel berichtet. Undefinierte, in der Kategorie „sonstige Faktoren“ zusammengefasste Einschränkungen betrafen aktuell 10,2% der Teilnehmenden (8,1% zuletzt).