Einzelhandel: Erwartungen brechen ein

Im Mai brachen die Geschäftserwartungen der Unternehmen im Einzelhandel weiter ein: mehr als die Hälfte rechnete mit Einbußen im kommenden halben Jahr, nur 8% mit Zuwächsen. Pessimistischer zeigten sich die Befragten zuletzt im Oktober 2022. Die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften nahm ebenfalls zu, häufiger wurden die Geschäfte zuletzt während des Lockdowns im Februar 2021 negativ bewertet. In Folge rutschte der Klimaindikator noch tiefer ins Minus. Deutlich öfter als in den zurückliegenden Monaten meldeten die Firmen Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Lagerbestände blieben (saisonbereinigt) unverändert im Vergleich zum April. Bestellpläne wurde abermals vielerorts gekürzt. Beschäftigungsabbau stand noch häufig auf der Agenda, jedoch im Vergleich zu den beiden Vormonaten etwas seltener. Nach dem starken Anstieg der Preiserwartungen im April korrigierten die Händler diese nun wieder deutlich nach unten. Trotzdem waren noch vielerorts höhere Verkaufspreise angedacht.