Einzelhandel: Geschäfte laufen schlechter
Nach dem Einbruch im Mai haben sich die Geschäftserwartungen im Einzelhandel marginal verbessert. Nichtsdestotrotz rechnete noch die Hälfte der Unternehmen mit Einbußen im kommenden halben Jahr, nur ca. 6% mit Zuwächsen. Ihre laufenden Geschäfte beurteilten die Firmen zum vierten Mal in Folge negativer. Da diese Abwärtsbewegung des Lageindikators überwog, sank der Klimaindikator noch etwas tiefer in den negativen Bereich und notierte auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2022. Nicht ganz so oft wie im Mai meldeten die Befragten Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat, allerdings war davon nach wie vor weitverbreitet die Rede. Die Lagerbestände stiegen stark an, der entsprechende Saldenwert lag nun klar über seinem Langzeitdurchschnitt. Vor diesem Hintergrund standen sowohl bei den Bestellplänen wie auch bei den Personalplanungen deutlich öfter Kürzungen auf der Agenda. Der Saldenwert der Beschäftigungserwartungen erreichte dabei sogar den niedrigsten Stand seit April 2020 während des ersten Corona-Lockdowns. Erneut korrigierten die Händler ihre Preiserwartungen nach unten. Sie liegen jedoch weiterhin erheblich über ihrem langfristigen Mittelwert.