Großhandel: Situation stabilisiert sich
Das Geschäftsklima im Großhandel verbesserte sich im Juli deutlich. Die Stimmung der Unternehmen war sogar etwas besser als vor der Eskalation des Konflikts im Iran Ende Februar. Im Langzeitvergleich notierte der Klimaindikator jedoch mehr als 16 Punkte unter seinem Mittelwert. Im Kontrast zu den beiden Vormonaten meldeten die Befragten nun Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor diesem Hintergrund stuften sie ihre laufenden Geschäfte merklich seltener negativ ein. Die Lagerbestände blieben (saisonbereinigt) ungefähr auf dem Niveau des Vormonats. Zum dritten Mal in Folge nahmen die pessimistischen Einschätzungen der weiteren Geschäftsentwicklung deutlich ab. Allerdings ging noch ein gutes Drittel der Firmen von Rückgängen im kommenden halben Jahr aus, während nur etwa jeder zehnte Teilnehmer Zuwächse erwartete. Bei den Bestellplänen wurde (saisonbereinigt) seltener der Rotstift angesetzt als in den vorhergehenden Monaten. Ein Personalabbau wurde ähnlich häufig geplant wie im Juni. Wesentlich seltener als zuletzt planten die Firmen mit höheren Verkaufspreisen, der Saldenwert der Preiserwartungen näherte sich seinem Langzeitdurchschnitt.