Großhandel: Kaum noch Kürzungen bei Bestellplänen
Im August war erneut eine wesentliche Verbesserung des Geschäftsklimas im Großhandel zu beobachten. Inzwischen liegt der Klimaindikator knapp 10 Punkte unter seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Beurteilung der laufenden Geschäfte durch die Unternehmen: anders als in den zurückliegenden Monaten bewerteten sie diese nur noch stellenweise negativ. Damit notierte der Lageindikator auf dem höchsten Niveau der letzten drei Jahre. Punktuell meldeten die Befragten noch Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Lagerbestände sanken und der entsprechende Saldenwert näherte sich seinem historischen Mittelwert. Anders als zuletzt nahm der Pessimismus bei den Geschäftserwartungen diesmal (saisonbereinigt) nicht weiter ab, der Erwartungsindikator blieb unverändert. Zum dritten Mal in Folge wurden die Bestellpläne seltener gekürzt, der entsprechende Saldenwert lag nun sogar über seinem (negativen) historischen Mittelwert und auf dem höchsten Stand der vergangenen vier Jahre. Zwar waren die Personalplanungen per saldo noch klar restriktiv ausgerichtet, doch wurden sie erneut nach oben korrigiert. Im Unterschied zum Vormonat planten die Firmen nun wieder öfter mit höheren Verkaufspreisen.