Verarbeitendes Gewerbe: Auftragsbestände steigen wieder
Im Verarbeitenden Gewerbe beurteilten die Unternehmen ihre laufenden Geschäfte im Vergleich zum Januar geringfügig seltener negativ. Der Lageindikator notierte allerdings noch tief im negativen Bereich. Zum ersten Mal seit August 2022 meldeten die Firmen per saldo einen Anstieg der Auftragsbestände. Ein Rückgang der Nachfrage wurde nur noch punktuell angegeben. Vor diesem Hintergrund sowie der stellenweise gedrosselten Vormonatsproduktion sanken die Lagerbestände an Fertigwaren erneut. Der entsprechende Saldenwert lag im Februar spürbar unter seinem Langzeitdurchschnitt. Wohl auch angesichts dessen planten die Befragten ‒ anders als in den drei zurückliegenden Monaten ‒ für die nächste Zeit vereinzelt eine Ausweitung der Produktionstätigkeit. Das in den vergangenen Monaten sichtbare Auf und Ab bei den Exportaussichten hielt an, diesmal fielen sie allerdings zuversichtlich aus. Preiserhöhungen waren häufiger vorgesehen als in den vorhergehenden Monaten. Die allgemeinen Geschäftserwartungen trübten sich hingegen weiter ein. Aktuell ging knapp ein Viertel der Befragten von Geschäftsrückgängen im kommenden halben Jahr aus, nur jeder sechste rechnete mit einer Verbesserung der Lage. Abermals öfter als zuletzt stand Personalabbau auf der Agenda. Da der Rückgang des Erwartungsindikators überwog, verschlechterte sich das Geschäftsklima erneut und der Klimaindikator sank tiefer ins Minus.
Branchenentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Auswahl)
Gummi- und Kunststoffwaren: Lage verbessert sich
Hatte sich das Geschäftsklima im Januar noch eingetrübt, so war aktuell eine deutliche Verbesserung zu beobachten. Noch lag der Klimaindikator allerdings klar im negativen Bereich. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren die Urteile zu den laufenden Geschäften, welche im Vergleich zu den Vormonaten kaum noch ungünstig ausfielen. Dies, obwohl sich die Auftragslage wieder verschlechterte. Die Exportaussichten der Unternehmen trübten sich deutlich ein. Bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate blieb die Skepsis bestehen, die Firmen rechneten weiterhin mancherorts mit Einbußen.
Metallerzeugnisse: Exporterwartungen verschlechtern sich
Anders als im Januar rechneten die Unternehmen aktuell wieder häufiger mit Rückgängen beim Exportgeschäft. Auch bei den Erwartungen an das nächste halbe Jahr kam es im Vergleich zum Vormonat nun deutlich öfter zu negativen Einschätzungen. Bei der Produktions- wie auch Personalplanung wurde nach wie vor der Rotstift angesetzt, allerdings war dies jeweils seltener der Fall als in den drei vorhergehenden Monaten. Auch vor dem Hintergrund des Nachfragerückgangs bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage wieder häufiger negativ. Das Klima trübte sich wieder stärker ein.
DV-Geräte, elektronische/optische Erzeugnisse: Klimaindikator legt deutlich zu
Das Geschäftsklima klarte im Februar stark auf. Ihre aktuelle Lage stuften die Unternehmen nun spürbar häufiger positiv ein. Auch die Erwartungen gewannen deutlich an Zuversicht. Die Nachfrage zog an und beim Blick in die Auftragsbücher waren ebenfalls Zuwächse zu beobachten. Im Gegensatz zum Januar fielen die Personalpläne nun expansiv aus. Bei den Exporterwartungen dominierten nun die optimistischen Einschätzungen. Anders als zuletzt war nun eine Steigerung der Produktionstätigkeit vorgesehen.
Elektrische Ausrüstungen: Nachfrage sinkt
Die Unzufriedenheit der Betriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage nahm im Februar weiter zu. Die Nachfrage ging deutlich zurück und der Lagerdruck nahm zu. Gewannen die Exporterwartungen an Zuversicht, so machte sich bei den allgemeinen Geschäftserwartungen nun Pessimismus breit. Die Firmen korrigierten ihre Produktionsplanungen nach unten, sie blieben jedoch expansiv. Öfter als zuletzt war Beschäftigungsabbau vorgesehen. Insgesamt trübte sich das Geschäftsklima deutlich ein.