Verarbeitendes Gewerbe: Nachfrage zieht leicht an

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Klimaindikator im negativen Bereich abermals leicht nach oben geklettert. Auch die Geschäftsaussichten verbesserten sich erneut und der Erwartungsindikator näherte sich seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Beim Exportgeschäft rechneten die Unternehmen punktuell mit positiven Impulsen. Dagegen fielen die Urteile zur aktuellen Lage schlechter aus als zuletzt. Anders als in den beiden vorhergehenden Monaten wurde nun vereinzelt von einer steigenden Nachfrage gesprochen. Nur noch stellenweise berichteten die Firmen von Rückgängen der Auftragsbestände. Die Reichweite der Auftragsbücher in Produktionsmonaten stieg zu Beginn des dritten Quartals (saisonbereinigt) auf 3,7 (3,5 in Q2; 3,5 in Q3/2025). Auch in infolge der mancherorts ausgeweiteten Produktion nahmen die Lagerbestände an Fertigwaren deutlich zu. Die Kapazitätsauslastung sank (saisonbereinigt) im Vergleich zum Vorquartal von 77,9 % auf 77,1 % (74,0 % in Q3/2025). Für die nächste Zeit planten die Unternehmen keine weitere Reduzierung der Fertigungsmenge. Häufiger als zuletzt war vorgesehen, in der nächsten Zeit Personal abzubauen. Im Juli planten die Betriebe (saisonbereinigt) etwas öfter, ihre Preise zu erhöhen.

Branchenentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Auswahl)

Gummi- und Kunststoffwaren: Personalplanung deutlich restriktiver

Das Geschäftsklima hat sich im Juli leicht verbessert. Ursache hierfür waren die etwas weniger pessimistischen Erwartungen. Mit ihrer aktuellen Lage zeigten sich die Unternehmen – wie auch im Juni – mancherorts unzufrieden. Erneut meldeten sie häufiger Nachfragerückgänge. Die Reichweite der Auftragsbestände in Produktionsmonaten stieg zu Beginn des dritten Quartals (saisonbereinigt) auf 3,6 (3,2 in Q2; 3,7 in Q3/2025). Die Kapazitätsauslastung blieb im Vergleich zum Vorquartal unverändert bei 68,4 % (70,9 % in Q3/2025). Für die nächste Zeit planten die Firmen weit verbreitet eine Drosselung ihrer Produktionstätigkeit. Zudem zogen die Unternehmen deutlich häufiger als zuletzt einen Personalabbau in Betracht. Die Skepsis hinsichtlich der Exportentwicklung ließ gegenüber den Vormonaten nach.

Metallerzeugnisse: Auftragsreichweite nimmt zu

Nach zwei Rückgängen in Folge war im Juli eine starke Verbesserung des Geschäftsklimas zu beobachten. Der Indikator kletterte im negativen Bereich um über 15 Punkte nach oben. In erster Linie war dies auf den deutlich nachlassenden Pessimismus bei den Geschäftserwartungen zurückzuführen. Aber auch die Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage ließ ein Stück nach. Die Auf-tragsreichweite stieg zu Beginn des dritten Quartals auf 4,8 Produktionsmonate (3,8 in Q2; 3,7 in Q3/2025). Die Kapazitätsauslastung nahm von 75,7 % auf 76,5 % zu (76,5 % in Q3/2025). Auch angesichts der vielerorts weiterhin pessimistischen Exportaussichten planten die Unternehmen weitere Drosselungen der Produktionstätigkeit.

Maschinenbau: Exportaussichten klaren auf

Die Stimmung im Maschinenbau hat sich im Juli verschlechtert: Nach zwei Anstiegen fiel der Klimaindikator wieder tiefer in den negativen Bereich. Ausschlaggebend hierfür war, dass die optimistischen Einschätzungen der Geschäftsaussichten deutlich abnahmen. Zudem beurteilten die Firmen die aktuelle Lage noch vielerorts negativ, wenn auch seltener als im Juni. Die Auftragsreichweite stieg (saisonbereinigt) zu Beginn des dritten Quartals auf 4,0 Produktionsmonate (3,8 in Q2; 4,1 in Q3/2025). Die Kapazitätsauslastung sank auf 73,6 % (76,7 % in Q2; 75,1 % in Q3/2025). Erstmals seit Oktober 2025 erwarteten die Unternehmen vom Exportgeschäft wieder mancherorts positive Impulse. Wohl auch vor diesem Hintergrund waren die Produktionspläne nach etlichen Monaten wieder expansiv ausgerichtet.