Verarbeitendes Gewerbe: Klima klart langsam auf
Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima zum dritten Mal in Folge verbessert. Der Klimaindikator notiert zwar noch deutlich im Minus, allerdings gleichzeitig so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Anstieg war diesmal auf das bessere Urteil zur aktuellen Lage zurückzuführen. Gegenüber den zurückliegenden Monaten bewerteten die Unternehmen diese wesentlich seltener negativ. Nur punktuell meldeten sie Rückgänge bei Nachfrage oder Auftragsbeständen. Auch bei der qualitativen Beurteilung der Auftragsbücher ließ die Unzufriedenheit im Langzeitvergleich stark nach. Vor diesem Hintergrund nahmen die Lagerbestände an Fertigwaren merklich ab und der entsprechende Saldenwert sank unter seinen Langzeitdurchschnitt. Dies, obwohl die Vormonatsproduktion spürbar häufiger gesteigert worden war als zuletzt. Mit Blick auf die erwartete Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr blieb die stellenweise sichtbare Skepsis gegenüber Juli unverändert bestehen. Die Exportaussichten klarten dagegen stark auf. Hier rechnete nun jeder fünfte Betrieb mit positiven Impulsen und knapp zwei Drittel mit unveränderten Auslandsgeschäften. Angesichts dessen war für die nächste Zeit keine Drosselung der Produktionstätigkeit mehr vorgesehen und die (per saldo noch restriktiven) Personalplanungen wurden spürbar nach oben korrigiert. Im Vergleich zum Vormonat waren deutlich seltener Preiserhöhungen geplant.
Branchenentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Auswahl)
Metallerzeugnisse: Exportaussichten klaren auf
Der Klimaindikator machte im August erneut einen Sprung nach oben und näherte sich seinem (negativen) Langzeitdurchschnitt. Vor allem war dies auf die erhebliche Verbesserung der laufenden Geschäfte zurückzuführen, nur noch vereinzelt wurden diese negativ bewertet. Aber auch bei den Erwartungen an das kommende halbe Jahr nahm die Skepsis wesentlich ab. Erstmals seit Oktober 2025 berichteten die Firmen per saldo wieder von einem Anziehen der Nachfrage. Mancherorts wurde die Produktion im Vormonat hochgefahren, für die nächste Zeit war nur noch stellenweise eine Drosselung geplant. Im starken Kontrast zu den zurückliegenden Monaten erwarteten die Unternehmen nun vielerorts positive Impulse von ihren Exportgeschäften. Der entsprechende Saldenwert erreichte den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre.
Elektrische Ausrüstungen: Nachfrage zieht an
Anders als in den zurückliegenden Monaten meldeten die Unternehmen nun vielerorts einen Anstieg der Nachfrage wie auch der Auftragsbestände. Vor diesem Hintergrund bewerteten sie ihre Lage nur noch stellenweise negativ. Die Exportaussichten verbesserten sich deutlich und auch bei den allgemeinen Geschäftserwartungen ließ der Pessimismus spürbar nach. In Folge kletterte der Klimaindikator deutlich nach oben und näherte sich langsam der Nulllinie. Für die nächste Zeit war eine Ausweitung der Produktionstätigkeit geplant. Ihre Preiserwartungen korrigierten die Firmen erheblich nach unten.
Kraftwagen und Kraftwagenteile: Exporterwartungen steigen
Nach der Abwärtsbewegung des Klimaindikators in den vergangenen beiden Monaten ging es im August ein Stück nach oben. Zwar war die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften noch weit verbreitet, jedoch nicht mehr ganz so stark wie im Juli. Bei den Erwartungen machte sich vorsichtige Zuversicht breit. Im Kontrast zu den Vormonaten fielen die Exportaussichten nun vielerorts optimistisch aus. Die Preiserwartungen wurden erneut leicht nach unten korrigiert, das Niveau blieb allerdings im Langzeitvergleich hoch. Anders als in den Vormonaten war nur noch stellenweise Personalabbau vorgesehen. Die Produktion dürfte in der nächsten Zeit mancherorts gedrosselt werden.