Verarbeitendes Gewerbe: Optimismus überwiegt bei Erwartungen

Im Verarbeitenden Gewerbe kletterte der Klimaindikator im September abermals ein Stück nach oben. Noch lag er im Minus, gleichzeitig aber auf dem höchsten Stand seit Juni 2023. Die Geschäftsaussichten klarten auf, zum ersten Mal seit Anfang 2022 überwogen bei den Erwartungen per saldo wieder die positiven Einschätzungen. Auch vom Exportgeschäft erwarteten die Unternehmen Zuwächse, wenn auch seltener als im August. Anders als zuletzt waren nun vielerorts Steigerungen der Produktionstätigkeit geplant. Bei den Personalplanungen standen abermals weniger Kürzungen auf der Agenda. Mit Blick auf die laufenden Geschäfte nahm die Unzufriedenheit der Firmen erneut ab. Von einem Rückgang der Nachfrage wurde per saldo nicht mehr berichtet. Allerdings meldeten die Befragten häufiger als zuletzt gesunkene Auftragsreserven. Vor diesem Hintergrund stiegen die Lagerbestände an Fertigwaren wieder an, obwohl die Vormonatsproduktion nur punktuell hochgefahren worden war. Deutlich häufiger als im August planten die Unternehmen nun, ihre Verkaufspreise zu erhöhen.

Branchenentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Auswahl)

Chemische Erzeugnisse: Klima trübt sich ein

Nach den Anstiegen in den beiden Vormonaten drehte der Klimaindikator im September wieder in den negativen Bereich. Ausschlaggebend dafür waren die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die wesentlich pessimistischer ausfielen als zuletzt. Aber auch ihre aktuelle Lage beurteilten sie seltener positiv als in den beiden zurückliegenden Monaten. Stellenweise meldeten sie ein Anziehen der Nachfrage. Vom Exportgeschäft erwarteten die Firmen vielerorts positive Impulse, vor diesem Hintergrund planten sie eine Ausweitung der Produktionstätigkeit.

DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse: Stimmung hellt sich kräftig auf

Angesichts der weit verbreitet anziehenden Nachfrage und der besser gefüllten Auftragsbücher verbesserte sich die aktuelle Geschäftslage im September stark. Auch bei den Erwartungen breitete sich Zuversicht aus. Infolgedessen stieg der Klimaindikator kräftig an und erreichte den höchsten Wert seit Anfang 2022. Die Exportaussichten fielen ebenfalls vielerorts optimistisch aus. Vor diesem Hintergrund waren nun sowohl die Produktions- wie auch Personalplanungen wesentlich häufiger expansiv ausgerichtet als in den zurückliegenden Monaten.

Maschinenbau: Klimaindikator wieder im Plus

Das Geschäftsklima verbesserte sich im September zum fünften Mal in Folge, gleichzeitig notierte der Klimaindikator erstmals seit April 2023 wieder klar im positiven Bereich. Gestützt wurde der Indikator dabei vor allem von den Erwartungen, die aktuell vielerorts optimistisch ausfielen (zuletzt war das in diesem Ausmaß im Oktober 2021 der Fall). Aber auch die Bewertung der laufenden Geschäfte besserte sich erneut und die Unzufriedenheit der Unternehmen ließ weiter nach. Auch die Exportaussichten klarten weiter auf. Die Produktionstätigkeit dürfte in der nächsten Zeit vielerorts hochgefahren werden. Zudem war die Personalplanung deutlich weniger restriktiv als zuletzt.